Sonntag, 14. August 2011
Du stehst oben auf dem Geländer einer Brücke. Hinter dir ist es still. Es ist Nacht und kein Auto fährt über diese Brücke. Du fühlst dich frei und schließt die Augen und fragst dich ein aller letztes Mal, ob es wirklich dein letzter und einziger Wunsch ist. Du atmest tief ein und weißt, dass es das Beste ist. Langsam atmest du aus und breitest deine Arme aus. Nachdem das letzte bisschen Luft aus deinen Lungen gewichen ist, lässt du dich fallen, als würde unter dir ein Meer aus Kissen sein, die dich auffangen würden. Die Luft rauscht an dir vorbei und du durchlebst dein Leben in einem kurzen Film, jeder schöne und traurige Moment spiegelt sich in einem kurzen Bild wieder. Du hast das Gefühl, es sei alles nur ein Traum, doch dann schlägt sein doch so makelloses Gesicht auf das steinharte, eisige Wasser des reißenden Flusses auf. Ein kurzer Schrei und eine große Welle verschlingt dich und reißt dich mit in eine andere Welt.
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